Im nachfolgenden sollen die bekanntesten Nationalparks kurz vorgestellt werden.
Der Nationalpark Perito Moreno liegt im Nordosten der Provinz Santa Cruz im argentinischen Teil Patagoniens. Der Park wurde 1937 gegründet und erstreckt sich auf einer Fläche von 1150 km². Nur ein Drittel des Nationalparks ist für Touristen zugänglich, da der übrige Teil der Forschung vorbehalten ist.
Neben zahlreichen Vo- gelarten, Guanakos und Pumas findet man in den klaren, türkis- farbenen Seen außer- gewöhnliche Fischarten. Die Landschaft über- zeugt zudem durch die grauen und schwarzen Berglandschaften sowie der schönen gelb-bräunlichen pata- gonischen Steppe.
Der Nationalpark Iguazú zählt zu den beliebtesten Reisezielen von Touristen in Argentinien. Die Iguazú-Wasserfälle sind die größten der Erde, was durch einen Vergleich mit den Niagarafällen verdeutlicht werden kann: Demnach sind die Iguazú-Wasserfälle dreimal größer.
Der Nationalpark Laguna Blance dient seit dem Jahre 1945 dem Schutz der Lagune und insbesondere der Population der Schwarzhalsschwäne. Der Park liegt im Südwesten Argentiniens in der Provinz Neuquén und erstreckt sich über eine Fläche von 112,5 km². In der Nähe der Lagune findet sich auch die Salamanca-Höhle, in der Höhlenmalereien Nordpatagoniens besichtigt werden können.
Im Nationalpark Lanin, welcher sich in den Anden nördlich von San Martin de los Andes befindet, kann man den gleichnamigen, bereits erloschenen Schichtvulkan Lanin bestaunen. Wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Berg Fuji, gilt er als schönster Berg Argentiniens.
Der Nationalpark Los Arrayanes erstreckt sich auf 18,4 km² und umfasst fast vollständig die Halbinsel Quetrihué im Nahuel-Huapi-See der Provinz Neuquén. Der Nationalpark wurde im Jahre 1971 vorallem zum Schutz der Arrayán-Myrtenbäume geschaffen, welche bis zu 600 Jahre alt sind und eine Höhe von 20 Metern erreichen können. Im Nationalpark befinden sich desweiteren zwei Seen sowie viele Vogel- und Tierarten, die hier einen sicheren Lebensraum finden.
Der 65.520 Hektar große Nationalpark Los Cardones befindet sich im Nordwesten Argentiniens. Der Park wurde 1996 eröffnet, liegt in der Provinz Salta und erstreckt sich auf 2700 bis 5000 Höhenmeter. Los Cardones ist nach einer Kakteenart benannt, welche auch noch auf 3.400 Höhenmetern wächst.
Im argentinischen Teil Patagoniens, in der Provinz Santa Cruz, liegt der Nationalpark Los Glaciares. Auf einer Fläche von 6000 km² finden sich Gletscher, Seen sowie Granitberge. Der Nationalpark genießt große Beliebtheit bei Touristen. Die Kleinstadt El Calafate sowie das Dorf El Chaltén bilden dabei meistens den Ausganspunkt für Reisende.
Der Nationalpark Nahuel Huapi wurde 1934 gegründet und zählt zu den ältesten argentinischen Nationalparks. Er umfasst eine Fläche von 7099 km² und erstreckt sich über 130 km, entlang der argen- tinisch-chilenischen Grenze. Nahuel-Huapi bedeutet in der Sprache der Mapuche Insel des Tigers/Jaguars. Im Park befindet sich auch der Nahuel-Huapi-See, der an der Grenze zwischen den Provinzen Neuquén und Rio Negro liegt. Der Nahuel-Huapi-See hat eine längliche Form mit Fjord-ähnlichen Abzweigungen, ist bis zu 460 m tief und umfasst eine Fläche von 531 km².
Der Nationalpark Quebrada del Condorito liegt in der Provinz Córdoba und ist der einzige Nationalpark der Region. Neben der Gebirgslandschaft steht vor allem eine große Schlucht unter dem Schutz des Nationalparks, da hier an den Hängen Kondore nisten. Neben Wanderpfaden finden sich zahlreiche Mountainbike-Wege im Quebrada del Condorito.
Im Nordwesten der Provinz San Luis liegt der Nationalpark Sierra de las Quijadas. Der Park umfasst eine Fläche von 150.000 Hektar und ist am besten über die Stadt San Luis über organisierte Touren zu erreichen. Besonders beliebt ist der Park bei Paläontologen, die hier Fossilien und Dinosaurierspuren finden, die bis zu 120 Millionen Jahre alt sind. Auch Trekking-Begeisterte kommen im Sierra de las Quijadas voll auf ihre Kosten. Das komplexe System der Canyons erfordert jedoch einen scharfen Orientierungssinn, weshalb zu Führern geraten wird. Ein weiteres Merkmal des Parks sind seine bizarren Felsformationen.
Im bis zu 1300 m hohen Mittelgebirge der Sierra Los Colorados und der Sierra de Sanogasta liegt der Nationalpark Talampaya. Auf 270.000 Hektar findet sich eine wüstenhafte Landschaft, in der die Erosion vielfarbige Gesteinsformationen entstehen lies. Zu den archäologischen Fundstätten des Parks zählen Höhlen- malereien und Ruinen von alten Wohngebäuden. Naturfreunde erfreuen sich an der intakten Flora und Fauna des Parque Nacional Talampaya.
Auf einem 630 km² großen Schutzgebiet er- streckt sich der Natio- nalpark Tierra del Fu- ego. Er ist der süd- lichste Nationalpark Ar- gentiniens und befindet sich im Südosten der Insel Feuerland, 18 km von der Stadt Ushuaia entfernt. Der Park wurde 1960 gegründet und schützt in erster Linie die subantarktischen Wälder. Er verfügt über eine Meeresküste, Gletscher, Täler und Schluchten, Flüsse, Seen und Torfmoore. Bei Wanderern ist der Park wegen seiner vielen ausgeschilderten Wanderwege sehr beliebt. Desweiteren finden sich in dem Nationalpark archäologische Stätten der Yámana-Ureinwohner sowie die Bahia Lapataia, eine Bucht am Beagle-Kanal, wo viele Wasservögel leben.