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Reisef�hrer

In Argentinien gibt es sehr viel zu entdecken.

Die nachfolgenden Informationen sollen einen �berblick �ber die verschiedenen Reiseziele in Argentinien verschaffen.

Buenos Aires

Buenos Aires
Buenos Aires - Foto: Mike Martin Wong

Ein Drittel der Argenti- nier lebt in der Bundes- hauptstadt oder im Gro�raum Buenos Aires. Hier ist das Zentrum der Politik, der Wirt- schaft und des kultur- ellen Lebens. Buenos Aires wird auch als Welthauptstadt des Tangos bezeichnet.

Tango

J�hrlich finden in der Hauptstadt die Tango- Weltmeisterschaft sowie das Tangofestival statt. Aber auch das ganze Jahr �ber gibt es in der ganzen Stadt viele Konzerte an den verschiedensten Veranstaltungsorten.

Theater

Buenos Aires bekanntestes Theater hei�t Teatro Col�n und z�hlt zu den ber�hmtesten Opernh�user der Welt. Neben dem Teatro Col�n gibt es in der Stadt �ber 170 weitere Theater, welche die lebendige Theater- und Musical-Szene der Bundeshauptstadt repr�sentieren.

Museen

Kulturinteressierte kommen in Buenos Aires voll auf ihre Kosten. Im Museo de Arte Hispanoamericano Isaac Fern�ndez Blanco findet sich beispielweise iberoamerikanische Kolonialkunst. Hier finden sich neben Malereien, Silberarbeiten, brasilianische M�bel und religi�se Bildkunst auch dekorative K�nste der republikanischen Periode. Im Museo de Arte Espanol Enrique Larreta findet man Sammlungen argentinischer Hispanisten und Schriftsteller, als auch Malereien, Skulpturen, M�bel und Keramiken aus dem 16. Jahrhundert �ber das Mittelalter bis hin zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Interessenten zeitgen�ssischer Kunst werden im Museo de Arte Moderno f�ndig. Das Museum befindet sich im traditionellen Viertel San Telmo und zeigt eine Sammlung aus moderner argentinischer Kunst sowie Werke internationaler K�nstler des 20. Jahrhunderts.

Architektur

Buenos Aires
Buenos Aires - Foto: Miuchi

Das Stadtbild von Bue- nos Aires hat sich seit Anfang des 20. Jahr- hunderts stark ver�n- dert. So sind seit den 1950er Jahren die Gesch�ftszentren und Einrichtungen au�erhalb der Stadt rapide ge- wachsen. Restaurants, Hotels, Theater, Finanz-, Gesch�fts- und Regierungsb�ros findet man vorwiegend im n�rdlichen und westlichen Teil des Plaza-Gebiets. Parks und Wohnbezirke der Mittel- und Oberschicht findet man gr��tenteils im Norden von Buenos Aires. Zu den Sehensw�rdigkeiten z�hlen der Friedhof von Recoleta, der Obelisk auf der Avenida 9 de Julio, das alte Hafengebiet Puerto Madero, der alte Stadtteil San Telmo, der ehemalige Zentralmarkt Abasto und das K�nstlerviertel La Boca, welches als Wiege des Tangos gilt.

Iguaz�

Iguaz� bedeutet in der Sprache der Guarani-Indianer gro�e Wasser und in der Tat handelt es sich bei den Wasserf�llen um die gr��ten der Welt. Auf einer Breite, die fast dreimal so gro� ist wie die der Niagaraf�lle, st�rzen die Wassermassen hinab. Auf beiden Seiten des Stromes erstreckt sich ein Nationalpark, der bekannt f�r sein vielf�ltiges �kosystem ist. Hier findet man eine reiche Artenvielfalt verschiedener Tiere sowie zahlreiche Pflanzen, die durch die gewaltigen Spr�hnebelwolken der Wasserf�lle bew�ssert werden.

Los Glaciares

Der Nationalpark Los Glaciares z�hlt zu den meistbesuchten Orten in Argentinien. Auf einer Fl�che von ca. 6.000 km� findet man neben den drei gro�en Gletschern Perito-Moreno-, Upsala- und Viedma-Gletscher auch kleinere vor sowie die Seen Lago Argentino und Lago Viedma. Da sich in dem Nationalpark auch die beiden Granitberge Cerro Fitz Roy und Cerro Torre befinden, kommen auch Bergsteiger und Trekking-Touristen gerne in den Los Glaciares Nationalpark, um ihrem Sport nachzugehen.

Peninsula Valdes

Auf der ca. 3.625 km� gro�en Halbinsel Vald�s findet man neben kargen Landschaften und kleinen Salzeen an den Ufern viele Meeress�ugetiere vor. Seel�wen und See-Elefanten tummeln sich zahlreich vor den K�sten der Peninsula Valdes, weshalb die Halbinsel zum beliebten Reisezielort f�r Touristen avancierte.

Jesuitenreduktionen in Misiones

Ab dem Jahre 1610 erbauten die Jesuiten eine Reihe an Jesuiten-Reduktionen zum Schutz der Guarani. Diese waren von der Ausbeutung der wei�en Oberschicht sowie Sklavenhandel bedroht und fanden in den Jesuitenreduktionen Unterschlupf. Der Bau der Reduktionen erfolgte stets nach dem gleichen Muster. So beinhaltete jede Reduktion eine Kirche mit Pfarrhaus, ein Zentrum mit Verwaltungsgeb�ude und Hauptplatz sowie Wohnh�user f�r die Guarani Indianer entlang des Hauptplatzes. Jede Reduktion besa� �ber einen Stadtrat (Cabildo), welcher aus zwei B�rgermeistern (Alcaldes) und vier Ratsherren (Regidores) bestand. Umliegendes Land wurde gr��tenteils als Gemeindeland benutzt. Konflikte mit den Kolonialbeh�rden und Grundbesitzern f�hrten 1868 auf Befehl des spanischen K�nigs zur Vertreibung der Jesuiten aus den spanischen Gebieten Lateinamerikas und zur Aufhebung der Jesuitenreduktionen. Vier von den �berbleibseln der Jesuitenreduktionen von Misiones stehen unter dem Schutz der UNESCO Welterbeliste.

Ischigualasto und Talampaya

Die beiden Nationalparks Ischigualasto und Talampaya sind nur unweit voneinander entfernt. Beide bestechen durch w�stenhafte Landschaften, deren Erosionen au�ergew�hnliche Gesteins- formationen hervorbringen. Beide Parks sind dar�berhinaus bekannt f�r ihre arch�ologischen Fundst�tten sowie die intakte Flora und Fauna. Der Nationalpark Ischigualasto kann mit dem eigenen Auto erkundet werden, w�hrend die Besichtigung des Talampaya Nationalparks nur mit F�hrern erlaubt ist.

Estancias

Estancia bedeutet Landgut in S�damerika, auf dem vor allem Weidewirtschaft mit Rindern, K�hen und Schafen betrieben wird. W�hrend in der ersten H�lfte des 19. Jahrhunderts unter dem Begriff Estancia die geregelte, ortsgebundene Viehzucht verstanden wurde, wird der Begriff Estancia heutzutage eingesetzt, wenn es sich um gr��ere Agrarbetriebe handelt. Estancias werden auch oft mit dem Leben und den Gauchos selbst in Verbindung gebracht. Historische Estancias wurden in den letzten Jahren, wegen ihres Flairs und Prestiges, oft von kaufkr�ftigen Ausl�ndern aufgekauft. Auch bei Touristen steigt die Nachfrage nach Unterk�nften in Estancias, vorwiegend im Umland von Buenos Aires.

Cueva de las Manos

Die seit 1999 zum Weltkulturerbe ernannte H�hle Cueva de las Manos, ist durch ihre H�hlenmalerei bekannt. Ihr Name bedeutet H�hle der H�nde, da die H�hlenmalerei gr��tenteils aus H�ndeabdr�cken besteht. Da die Malereien zur�ckgehen bis zu den Jahren 7.000 bis 1.000 vor Christus, ist die Cueva de las Manos die bedeutendste Fundst�tte von H�hlenmalereien.

Tierra del Fuego

Tierra Del Fuego
Tierra Del Fuego - Foto: Untipografico

Die Provinz Tierra del Fuego ist die s�dlichste Argentiniens. Im Nor- den ist die Landschaft flach und steppenhaft, im S�den finden sich die Ausl�ufer der Anden und in den T�lern befindet sich subpolarer Regenwald. W�hrend im Norden Trockenheit herrscht, ist das Klima im S�den relativ feucht und kalt-maritim. Gerade die Klima- und Vegetationsvielfalt beg�nstigt eine abwechslungsreiche Flora und Fauna, weshalb das Gebiet f�r Reisende besonders interessant ist. In der Provinz findet sich auch der gleichnamige Nationalpark, dessen Highlight unter anderem die Gletscher, tiefen T�ler und Schluchten, Fl�sse und Seen sowie die Torfmoore sind.

Tren a las Nubes

Zwischen der argentinischen Stadt Salta und der chilenischen Region Antofagasta liegt die Eisenbahnstrecke Tren a las Nubes. Die Eisenbahnstrecke, welche von dem Amerikaner Ricardo Fontaine Maury konstruiert wurde, z�hlt mit dem Eiffelturm in Paris, dem Panama-Kanal, dem Sueskanal und der Eisenbahnstrecke von Curtiba nach Paranagu� zu den gro�artigsten Konstruktionen unserer Geschichte. W�hrend die argentinische Strecke 450 km lang ist, umfasst die chilenische Strecke 330 km. Auf der Strecke von Argentinien nach Chile passiert man mehrere Salzw�sten. Zwar wurde der Betrieb der Strecke, wegen Entzugs der Konzession des Betreibers im Juni 2005 eingestellt, die Wiederaufnahme der Strecke ist jedoch bereits f�r M�rz 2008 wieder geplant.

Aconcagua

Mit 6.062 m H�he ist der Aconcagua der h�chste Berg S�damerikas. Er befindet sich in der Provinz Medonza, in den argentinischen Anden. Neben den f�nf Hanggletschern besitzt der Berg weitere Gletscher, die sich �ber zehn Kilometer erstrecken. Zwar gilt der Aconcagua unter Bergsteigern als leicht zu besteigen, dennoch birgt die extreme H�he des Berges enorme Gefahren. Die beste Zeit zum Bergsteigen ist von November bis M�rz.

La Pampa

Die Provinz La Pampa liegt im zentralen Argentinien und wird vor allem mit der Landwirtschaft der Gauchos assoziiert. Die Provinz ist nur wenig besiedelt und z�hlt zu den bev�lkerungs�rmsten Departamento in Argentinien. Zu den H�hepunkten der Provinz z�hlt der Nationalpark Lihu� Calel, in dessen T�lern der Gebirgsformationen Pumas, Guanakos, F�chse, Kaninchenarten und zahlreiche Vogelarten leben. Gepr�gt wird die Landschaft des Nationalparks durch lachsfarbene Felsen und verschiedene Kakteenarten mit gelben Bl�ten. Die Hauptstadt der Provinz ist die von rund 85.000 Einwohnern besiedelte Stadt Santa Rosa de Toya.