Insgesamt 21 Mitglieder vertreten 21 Staaten, die möglichst alle Kontinente und Kulturkreise repräsentieren. In jährlichen Sitzungen wird über die Aufnahme von Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste entschieden. Bislang wurden 8 argentinische Kultur- und Naturdenkmäler von dem Komitee als Weltkulturerbe erklärt.
Der Nationalpark Los Glaciares wurde 1981 in die Welterbeliste aufgenommen. Der Nationalpark befindet sich in der Provinz Santa Cruz im argentinischen Teil Patagoniens und erstreckt sich auf einer Fläche von 6000 kmē. Los Glaciares ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen.
Neben den drei großen Gletschern Perito- Moreno-, Upsala- und Viedma- Gletscher findet man hier die zwei Seen Lago Argentino und Lago Viedma. Wanderer, Bergsteiger und Trekking-Interessierte kommen im Norden des Parkes auf ihre Kosten, denn dort findet man die Granitberge Cerro Fitz Roy und Cerro Torre.
Die von den Jesuiten Anfang des 17 Jahrhunderts geschaffenen Siedlungen wurden für die Guarani errichtet, um diese vor der Ausbeutung durch die weiße Oberschicht und vor Sklaverei zu schützen. Damit zählen die Jesuitenreduktionen zu den ersten Indianerreservoirs in Amerika. Elf der insgesamt 15 argentinischen Reduktionen befinden sich in der Provinz Misiones, vier von ihnen wurden 1984 von dem UNESCO-Welterbekommitee der Liste der Welterbe hinzugefügt.
Der Iguazú ist ein ca. 1320 km langer Fluss in Südamerika. Er bildet die Grenze zwischen Ar- gentinien und Brasilien, die sich bis zu seiner Mündung in den Paraná erstreckt. Große Be- kanntheit erlangte der Fluss durch die Iguazú-Wasserfälle, welche wenige Kilometer von der Mündung flussaufwärts zu finden sind. Die Iguazú Wasserfälle zählen zu den größten der Welt und sind damit ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Zwei Nationalparks erstrecken sich entlang der Wasserfälle auf der argentinischen und auf der brasilianischen Seite. Hier findet man einen der letzten Reste des Atlantischen Regenwaldes vor, weshalb die Nationalparks einen wichtigen Lebensraum für die Artenvielfalt auf dem Iguazú-Gebiet darstellen.
Cueva de las Manos bedeutet auf spanisch Höhle der Hände. Sie liegt im Südwesten Argentiniens im Norden der Provinz Santa Cruz und ist bekannt für ihre Höhlenmalereien aus den Jahren 7.000 bis 1.000 v. Chr.
Peninsula Valdés ist eine Halbinsel, die sich an der Atlantiksteilküste in der Provinz Chubut befindet. Die ca. 3625 kmē große Halbinsel besteht größtenteils aus karger Landschaft und kleineren Salzseen. Auf dem Naturreservat finden sich viele Meeressäugetiere. Im Inneren der Halbinsel leben unter anderem wilde Lamas (Guanakos), Pampashasen (Maras) und viele andere Tierarten.
Das Naturreservat Ischigualasto liegt im Nordosten Argentiniens in der Provinz San Juan und der Nationalpark Talampaya liegt im Südwesten der Provinz La Rioja. Beide Parks liegen somit in unmittelbarer Nähe zueinander. Das Reservat Ischigualasto erstreckt sich über 8.000 kmē. Auf der Wüstenlandschaft finden sich skulpturartige Gesteinsformationen sowie archäologische Fundstätten. Touristen können das Naturreservat Ischigualasto mit dem Auto erkunden. Die Besichtigung des Nationalparks Talampaya ist nur mit Führern erlaubt. Auf dem 270.000 ha großen Reservat finden sich vielfarbige Gesteinsformationen sowie mehrere archäologische Fundstätten.
Manzana Jesuitica heißt der von den Jesuiten errichtete Häuserblock in der argentinischen Stadt Córdoba. Um ihre Tätigkeiten zu finanzieren, erwarben die Jesuiten mehrere Landgüter (Estancias) in der Umgebung. Die erhaltenen Baudenkmäler der Jesuitensiedlung sowie die Gebäude der Estancias wurden 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Quebrada bedeutet Schlucht. Die Quebrada de Humahuaca liegt in der argentinischen Provinz Jujuy nahe der Hauptstadt San Salvador de Jujuy. Sie erstreckt sich über 150 km von San Salvador de Jujuy bis zur Stadt Humahuaca. Die Schlucht ist Teil eines Inka-Pfades. Sie wird durch den großen südamerikanischen Fluss Rio Grande de Jujuy beherrscht, durch den immer wieder Straßen und stillgelegte Bahnlinien, die nach Humahuaca führen, beschädigt werden.